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vor 34 Minuten schrieb Bernhard J:

Die Wucher-Mietpreise machen auch vor den Ladengeschäften und vor allem den Innenstädten keinen halt.

Bei den alteingesessenen Fotogeschäften ist die Immobilie in den Städten oft Eigentum und auf dem Land fast immer. An den Mieten liegt es also in der Regel nicht.
Trotzdem müssen die Läden aufgrund der Onlinekonkurrenz schließen. Das gleiche galt schon früher bei den Rundfunk- und Fernsehgeschäften.
Bei der Fotobranche kommt natürlich noch hinzu, daß ein Großteil des Marktes durch die SPs weggebrochen ist.

Die Gründe sind also eher ein verändertes Käuferverhalten und strukturelle Marktveränderung.
 

bearbeitet von D700
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vor 7 Minuten schrieb D700:

Bei den alteingesessenen Fotogeschäften ist die Immobilie in den Städten oft Eigentum und auf dem Land fast immer.

Ja, alteingesessen und auf dem Lande und klein - dann vielleicht. In den größeren Städten gehören oft ganze Innenstadt-Straßezüge Immobilien-Haien-Investoren. Folgend nur ein Beispiel:

https://www.ksta.de/koeln/koelner-innenstadt/schildergasse-hohe-strasse-warum-die-katholische-kirche-so-viele-haeuser-in-der-koelner-city-besitzt-1-840671

bearbeitet von Bernhard J
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vor 17 Minuten schrieb D700:

Bei den alteingesessenen Fotogeschäften ist die Immobilie in den Städten oft Eigentum und auf dem Land fast immer. An den Mieten liegt es also in der Regel nicht.

Bei uns ganz anders. Alteingesessene Fotoläden gab’s schon lange nicht mehr. Läden sind alle gemietet. So lange es Vermietern sch***egal ist, ob da ein Fotoladen oder der dreiundzwanzigste Ketten-Billoshop drin ist, Hauptsache die Miete kann schön hoch bleiben, …

Wie das läuft, konnte ich vor vielen Jahren auch in meinem Stadtteil beobachten: die Kaufkraft der Kunden ging deutlich zurück, der Umsatz sank, aber die Vermieter sahen überhaupt nicht ein, ihre Mieten ein bisschen anzupassen oder auch nur in den Erhalt des Hauses mit zu investieren. Folge: sämtliche alteingesessenen Läden sind inzwischen verschwunden. Sowas interessiert aber einen Vermieter, der nur Investor ist und selbst hunderte Kilometer weg wohnt, nicht. Und leider auch keinen Stadtplaner bzw. deren Auftraggeber (womit wir wieder bei der Politik wären, Mist … )

bearbeitet von leicanik
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vor 4 Minuten schrieb leicanik:

Hauptsache die Miete kann schön hoch bleiben, …

Klar, der Vermieter kann ja auch für Marktveränderungen nichts.
Trotzdem glaube ich nicht, daß die Mieten das Problem sind.
Wenn ich nichts mehr verkaufe, weil sich der Markt und das Kaufverhalten verändert haben, dann ist jede Miete zu hoch.

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Ich erzähle nur, was mir Ladenbesitzer im persönlichen Gespräch berichteten. Und was ich über die Eigentumsverhältnisse einiger Immobilien in meiner Umgebung mitgekriegt habe. Ja, der Vermieter kann nichts für den Markt, aber er verdient gut und hat auch eine soziale Verantwortung. „Eigentum verpflichtet“ — dieser Satz klingt so dermaßen altmodisch inzwischen … 

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vor 18 Minuten schrieb Bernhard J:

Welche "Marktveränderungen" zwingen denn die Vermieter ständig die Mieten zu erhöhen?

Das kommt tatsächlich drauf an: Ein Vermieter, der sein Haus wirklich in Schuss hält, zahlt z.B. immer höhere Handwerker-Rechnungen. Und die Grundsteuer wurde massiv erhöht. Diverse Nebenkosten, die er nur durchreicht (oder die bei Gewerblichen Mietverhältnissen vom Mieter direkt übernommen werden), sind auch stark angestiegen, z.B. Straßenreinigung, Winterdienst …

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vor 29 Minuten schrieb Bernhard J:

Welche "Marktveränderungen" zwingen denn die Vermieter ständig die Mieten zu erhöhen?

Zum Beispiel die Kommunen. Jena "versteigert" neue Baugrundstücke an die Meistbietenden. Das treibt die Grundstückspreise hoch. Damit auch die Mieten, dann den Mietspiegel. Ein Vermieter, der sich dann eine Immobilie als Wertanlage anschafft, muss seine Mieten entsprechend anpassen. Geht er nicht mit, gibt es Fälle, in denen das Finanzamt ausgefallene Steuereinnahmen nicht toleriert, sondern diese einfordert. Da gab es Beispiele aus München, wo durch solche Forderungen Vermieter in Schwierigkeiten gekommen sind. Es gibt also viele Gründe für steigende Mieten. Nicht immer ist es also der böse Vermieter. Wobei ich auch ein gewisses Verständnis dafür aufbringe, wenn jemand seinen Ertrag steigern kann. Unterstützung vom Staat kann man nicht erwarten, weil der ja von steigenden Steuereinnahmen auch profitiert.

Und schwupps, sind wir wieder bei der Politik 🫨

bearbeitet von DirkB
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vor einer Stunde schrieb Bernhard J:

Welche "Marktveränderungen" zwingen denn die Vermieter ständig die Mieten zu erhöhen?

Darum geht es doch gar nicht!
Das Problem der kleinen Fotoläden sin dnicht die Mieten, sondern die weggebrochenen Kundschaft.

Das Thema Mietehöhungen ist hier ansonsten auch ziemlich OT ...

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vor 43 Minuten schrieb leicanik:

Das kommt tatsächlich drauf an: Ein Vermieter, der sein Haus wirklich in Schuss hält, zahlt z.B. immer höhere Handwerker-Rechnungen. Und die Grundsteuer wurde massiv erhöht. Diverse Nebenkosten...

Ausgaben für Renovierung und Instandhaltung können Vermieter vollständig von der Steuer absetzen. Die Grundsteuer-Erhöhungen spielen verteilt auf mehrere Mieter-Parteien kaum eine Rolle. Ansonsten geht es nicht um Nebenkosten (viele Mieter zahlen viele davon sowieso direkt selber), sondern um Kaltmieten-Erhöhungen. Es geht meistens wie fast überall um's maximale Ausmelken einer Quelle ohne jegliche Rücksicht auf die gesamte Volkswirtschaft oder soziale Verantwortungen.

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vor 9 Minuten schrieb D700:

Das Problem der kleinen Fotoläden sin dnicht die Mieten, sondern die weggebrochenen Kundschaft.

Das ist zu eng und zu einseitig gesehen. Die Summe aller Faktoren führt zu den Problemen des örtlichen Einzelhandels. Die überhöhten Mieten in den Innenstädten sind sehr wohl einer von diesen vielen Faktoren.

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vor 7 Minuten schrieb Bernhard J:

Ausgaben für Renovierung und Instandhaltung können Vermieter vollständig von der Steuer absetzen. Die Grundsteuer-Erhöhungen spielen verteilt auf mehrere Mieter-Parteien kaum eine Rolle.

Es ist ein verbreiteter Irrtum zu glauben, wenn man etwas von der Steuer absetzen kann, kriegt man das Geld wieder, dass man ausgegeben hat. Und mit der Grundsteuer, das ist je nach Kommune ganz schön unterschiedlich. Kann sein, dass du das unterschätzt. Ich weiß, wovon ich rede. Aber @D700 hat recht, wir geraten zu weit OT. Darum klinke ich mich jetzt da mal aus.

bearbeitet von leicanik
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vor 57 Minuten schrieb DirkB:

Geht er nicht mit, gibt es Fälle, in denen das Finanzamt ausgefallene Steuereinnahmen nicht toleriert, sondern diese einfordert.

Das ist klar. Vor paar Jahren wurde aber die Grenze der Mieten für die vollständige Abschreibung von 66 % auf 50 % der ortsüblichen Miete gesenkt. Der Vermieter könnte also für die Hälfte der ortsüblichen Miete vermieten aber trotzdem noch alle Ausgaben steuerrechtlich geltend machen. Da gibt es genug Spielraum die Mieten nicht unbedingt bis zum Anschlag zu erhöhen. Die Investoren interessiert das aber wenig. Es zählt möglichst viel Gewinn im möglichst kurzer Zeit einzufahren.

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vor 9 Minuten schrieb leicanik:

Es ist ein verbreiteter Irrtum zu glauben, wenn man etwas von der Steuer absetzen kann, kriegt man das Geld wieder, dass man ausgegeben hat.

Das habe ich doch gar nicht gesagt. Und es ist mir völlig klar, dass man von der Steuer maximal nur das zurück bekommen kann, was man an Steuern bezahlt hat. Nichts desto trotz, die zu versteuernden Einnahmen (z.B. die Mieten) können durch die vielen Abschreibungen die einem Vermieter zustehen, ganz schön reduziert werden. Bei Immobilien-Neuinvestitionen können sogar Kreditzinsen als Verluste geltend gemacht werden.

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Gerade eben schrieb Bernhard J:

die zu versteuernden Einnahmen (z.B. die Mieten) können durch die vielen Abschreibungen die einem Vermieter zustehen, ganz schön reduziert werden. Bei Immobilien-Neuinvestitionen können sogar Kreditzinsen als Verluste geltend gemacht werden.

Wir müssen halt unterscheiden zwischen großen Investoren und Immobilienfirmen einerseits und privaten Vermietern älterer Häuser andererseits. Lohnend ist es vor allem für die Großen – wie immer. 😉 

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vor 11 Minuten schrieb D700:

Ach und deshalb sind die kleinen Fotoläden auf dem Land zuerst verschwunden? Ja nee, is klar

Und auf dem Land braucht man ja keine Mieten zu zahlen... Ja nee, is klar...

Zudem, was ist denn "Land"? In Ortschaften von nur einigen Tausend Einwohnern gab es sowieso nie einen Fotohändler der teurere Kameras im Angebot hatte.

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Direkt den nächsten Umsteiger, der eine einfach Frage hatte, mit ellenlangen Diskussionen die nur im entferntesten mit dem Thema zu tun haben verjagt.

Oder hat er sich selbst verjagt? Sommerloch- und Eintagsfliegenbeiträge kommen wieder häufiger vor 😄

bearbeitet von hofi
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Am 9.9.2025 um 14:22 schrieb Bernhard J:

Und auf dem Land braucht man ja keine Mieten zu zahlen...

Liest Du eigentlich meine Posts nicht?
Auf dem Land und auch öfter in den Städten, gehörten früher die Häuser meist dem Händler, der dort sein Geschäft hatte. Egal ob Foto, Radio/TV oder andere Branchen.
Also laß' bitte Dein Problem, das Du mit den Mieten hast, hier bitte sein. Das stimmt einfach nicht und ist hier zudem OT.

 

vor 37 Minuten schrieb hofi:

Direkt den nächsten Umsteiger, der eine einfach Frage hatte, mit ellenlangen Diskussionen die nur im entferntesten mit dem Thema zu tun haben verjagt.

Naja, er suchte nach den Gründen und die sind oft tief :classic_wink:
 

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  • 4 weeks later...

Läden, die ihr Aufgabe primär im Kistenschieben sahen, hatten und haben natürlich gegen den Online-Handel kaum eine Chance. Was sich noch halten kann, sind Läden, die es geschafft haben, eigene Ketten und gleichzeitig auch noch einen eigenen Online-Handel aufzubauen und zusätzliche Leistungen wie z.B. Workshops anzubieten.

Man muss eben sein Angebot den Bedingungen anpassen und auch ein gewisses Erlebnis bieten, um ein Geschäft vor Ort am Leben halten zu können.

Dass Smartphones das Kamera-Business komplett zum Aussterben bringen, glaube ich nicht. Bislang betrifft es aus meiner Sicht nur Kameras, deren Leistungsmerkmale sich nicht mehr deutlich genug von Smartphones abheben können - also Kompaktkameras und mFT. APS-C wird es wohl auch zunehmen schwerer haben. Für Vollformat droht aus meiner Sicht bislang keine ernsthafte Gefahr durch Smartphones. Letztere werden zwar stetig besser - VF aber auch, so dass genügend Abstand gewahrt bleibt.

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