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  1. Auf der Suche nach dem "perfekten" lichtstarken 50er war das "Mr. Ding NOXLUX 50mm f/1.1 E58 V2.1" schon seit längerem ein Kandidat auf meiner Liste. Wer sich damit ebenfalls schon etwas intensiver befasst hat, kennt früh(er)e Versionen davon vielleicht auch schon unter dem Namen "Syoptic 50mm 1.1" oder auch unter dem Namen "ARTRA LAB 50mm F1.1 Lunaelumen". BastianK hat es z.B. hier mal vorgestellt: https://phillipreeve.net/blog/review-mr-ding-optics-50mm-1-1-noxlux-m/ Das Objektiv wurde über die letzten Jahre offenbar mehrfach sowohl mechanisch, als auch bei der Vergütung überarbeitet. Auf der Website von Mr. Ding (mrdingstudio.com) ist es schon seit einiger Zeit als "Sold out" markiert, man muss also entweder auf dem Gebrauchtmarkt suchen oder schauen, ob man es unter einem der anderen Namen findet. Wer danach sucht, sollte darauf achten, eine möglichst aktuelle Variante zu bekommen. Aktuelle Versionen haben z.B. den "richtig herum" drehenden Blendenring (bei frühen Versionen war er noch gegenläufig). Bastian weist in seinem Artikel ebenfalls auf die Unterschiede hin. Hier zum Vergleich hinsichtlich Größe und Gewicht von links nach rechts das Voigtländer Nokton 50/1.0 ASPH, das Leica Noctilux 50/1.0 v4 und das Mr. Ding Noxlux 50/1.1: Das Nokton 50/1 wiegt 483g, das Noctilux 50/1 v4 586g und das Noxlux 50/1.1 nur 389g An der Leica M9 macht es einen durchaus gut ausgewogenen Eindruck: Für ein derart lichtstarkes 50er kommt es also recht kompakt daher. Wer sich fragt, warum ich immer noch nach dem "perfekten" lichtstarken 50er mit M-Mount suche: Entweder waren sie mir zu groß und zu schwer (Leica Noctilux 50/0.95, SLR Magic HyperPrime CINE 50mm T0.95) oder nicht offen genug (Noctilux 50/1.2 oder Voigtländer Nokton 50/1.2) oder sie hatten mir eine zu ausgeprägte Bildfeldwölbung (sowohl die 50mm Noctiluxe als auch die Voigtländer Noktons) oder sie waren bei Offenblende im Fokusbereich einfach zu "unscharf" (Zhong Yi 50mm 0.95 M). Hinsichtlich Offenblend-Schärfe und Kontrast schlägt sich derzeit das Voigtländer Nokton 50/1.0 ASPH am besten und das Bokeh ist - zumindest oft - auch sehr angenehm. Leider hat es aber insbesondere bei Fokussierung auf >= 2m eine derart stark ausgeprägte Bildfeldwölbung, dass ich am Ende i.d.R. doch lieber mit dem Leica Noctilux 50/1.0 losgezogen bin. Das hat zwar ebenfalls eine sehr ausgeprägte Bildfeldwölbung und liefert im Bokeh gerne auch mal unruhig wirkende "Doppelstrukturen", aber ich bin immer wieder fasziniert von seinen einmalig charaktervollen "Bokeh-Bubbles". Warum nun also das Mr. Ding Noxlux? In den bisherigen Reviews fiel es mir - neben seiner Kompaktheit - immer wieder durch sein angenehm ruhiges und über die gesamte Hintergrund-Ebene gleichmäßiges Bokeh auf. Man entdeckt eigentlich nie irgendwelche unruhigen (Doppel-)Strukturen und auch nach Effekten einer Bildfeldwölbung sucht man vergeblich. Kritisiert wurde - zurecht - i.d.R., dass es offenblendig ziemlich "weich" und kontrastarm wirkt, insbesondere bei Fokussierung im Nahbereich <1.5m. Auch die Flare-Anfälligkeit ist recht groß, wobei sich das bei den neueren Versionen schon gebessert hat. Insofern wusste ich also schon vorher, auf welchen Kompromiss ich mich einlassen würde. Ich sah aber auch, dass es trotz dieser "Softness" und Kontrastarmut bei Offenblende nicht unscharf war oder an Auflösung gemangelt hätte. Deshalb nahm ich an, dass man diese Schwäche relativ leicht in der Nachbearbeitung ausgleichen könne - im Gegensatz zu Schwächen im Bokeh (Fringing, Doppelstrukturen, Bildfeldwölbung etc.). Ich werde mir das also in den nächsten Tagen mal genauer anschauen und vergleichen - hier schon mal ein erster kleiner Test (beide Bilder nur minimal nachreguliert - primär hinsichtlich Weißabgleich angeglichen): Zunächst das Leica Noctilux 50/1 bei Offenblende (f/1.0): In 5-facher Vergrößerung eingeblendet das "Herz", auf das fokussiert wurde. Hier nun das gleiche Motiv mit dem Noxlux 50/1.1 bei Offenblende (f/1.1): Auch hier ist links das fokussierte Herz in 5-facher Vergrößerung eingeblendet und rechts dann der gleiche Ausschnitt - aber mit mit 50% erhöhter "Klarheit" (Clarity). Bitte nicht durch die EXIF-Daten irritieren lassen. Die stammen vom Techart Pro LM-EA9 AF-Adapter und der liefert stets "f/2.0" als Blende. Fokussiert wurde aber manuell. Man sieht also, dass auch das Noxlux bei Offenblende durchaus noch ausreichend detailliert zeichnet - und wie sich die "Weichheit" und Kontrast-Armut des Noxlux bei Offenblende sehr leicht korrigieren lassen. Als Pluspunkt liefert das Noxlux das angenehmere, ruhigere Bokeh, obwohl es nicht ganz so weit öffnet, wie das Noctilux. Auch die Vignettierung ist beim Noxlux insbesondere in den äußersten Ecken deutlich weniger ausgeprägt. Ich sehe also einiges an Potenzial und in den nächsten Tagen werden sicherlich noch weitere Vergleiche folgen...
  2. Das Objektiv hat zumindest einen eigenen Thread verdient 😅 Beam me up, Scotty Sony A7 RIII I Voigtländer Nokton E 50mm f1.2 VG Oli
  3. Ist ja vielleicht für den einen oder anderen interessant. Weshalb Christian immer "Vogtländer" statt "Voigtländer" sagt weiss allerdings auch nicht 😁. Leider war mein Lieblings 50er, das Sigma 50mm Art nicht dabei.
  4. Hier einige Beispiele des 50 1.4. Die Besonderheit ist die "Weichheit" bei f 1.4. Dadurch ensteht der Bildeindruck, insbesondere von B&W, der damaligen, analogen und organischen art. Man muss es mögen, sonst egalisiert sich die Bildwirkung. Alle Bilder sind nur von RAW mit C1 in Jpeg umgewandelt ohne jegliche Bearbeitung, bis auf einen geringfügigen Schnitt. Die Fotos wurden mit f 1.4 aufgenommen, bis auf eines (siehe Kennzeichnung) mit 5.6.
  5. Hat wer Erfahrungen mit dem Sony 50mm 2.8 Makro? Es soll nach Internetrecherche scharf sein und einen akkuraten AF haben, wenn auch langsam. Was mich interessiert ist, wie gut neben dem AF auch das manuelle Fokussieren klappt und ob es an APS-C gut einzusetzen ist. Anwendung wäre „kreative“ Makrofotografie an einer A6400, also weniger Insekten etc., sondern eher Gegenstände und Pflanzen.
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