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Also, wenn ich was anmerken darf!? Ich würde hier immer nur ein Bild pro Beitrag einstellen. Das macht es den Besprechenden/Ratgebenden einfacher (finde ich). 

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Beim 1. würden mir spontan 2 Sachen einfallen, obwohl ich wegen meines eingeschränkten Können ganz bestimmt nicht Maßstab für so etwas bin. 

Das Paar links, hinter dem Mann die weiße Verkleidung. Die spiegelt sich schön in der Scheibe, aber oben fehlt ein Eck, das finde ich hier sehr schade. Noch ein Schritt zurück, falls möglich, oder die Brennweite noch etwas... Und rechts die zwei Männer, dem rechten würden ein paar cm rechts mehr Raum noch gut tun. Ansonsten finde ich die Bilder gut (beide!) 

 

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beide haben einen schönen dokumentarischen ansatz - das zweite gefällt mir gut, ich mag die komposition, durch die maske kann man es zeitlich in 2020 einordnen und obwohl nichts spannenes in dem bild passiert, schaue ich länger als 2 sekunden drauf, das spricht für das foto. ich hätte vielleicht gewartet, bis die 3 leute hinter der sitzenden gruppe aus dem bild gegangen sind (sie sind ja scheinbar gerade daran, wegzugehen), das hätte den hintergrund etwas ruhiger gestaltet. trotzdem aber ein schönes foto!

beim ersten mag ich, wie erwähnt, das dokumentarische, unaufgeregte. ich weiss, dass sowas bei street immer schwierig ist, weil man sich den gegebenheiten anpassen muss und auch nicht viel zeit hat, aber das bild wirkt auf mich etwas klaustrophobisch. bedingt durch das schon erwähnte platzieren der beiden männer ganz knapp an die rechte bildkante und auch durch den abgeschnittenen menschen (spiegelung?) an der linken seite und das abgeschnittene rechteck oben (die weisse platte hinter dem paar) fühlt das bild sich für mich beengt an. vielleicht hätte man das durch "einen schritt zurückgehen" lösen können, oder aber im gegenteil durch näher rangehen und dinge aus der komposition rausnehmen.

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Wolfgang ich muss sagen, du machst in kürzester Zeit grosse Fortschritte mit deinen Bildern/Motiven! Weiter so!

Mir gefällt das 1. Bild eindeutig besser, da es durch Schräge den Betrachter durchs Bild führt, aber ganz wichtig waren in dem Fall die zwei Typen am rechten Bildrand. Sie schließen das Bild ab und der musternde Blick des einen mit der Zigarette, ist das i-Tüpfelchen. Ich würde lediglich die Schatten noch ein wenig aufhellen - die sehen doch ein wenig abgesoffen aus.

Das zweite ist zu unruhig und unfokussiert.

Und ja @Nobby1965 hat Recht! Bilder besser einzeln einstellen, so weiß man auch selber wofür die möglichen Likes waren.

 

Edited by G-FOTO.de
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Vielen Dank für Eure ehrliche Kritik, sie hat mir geholfen. Es waren meine ersten Street Fotos.

Demnächst werde ich nur ein Bild einstellen.

Guido, ich habe bisher mit mft fotografiert.

Es ist ein großer Unterschied, ob ich mit Vollformat fotografiere oder mit Lumix.

Edited by muewo
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Mir gefällt das erste entschieden besser. Und die abgeschnittene Ecke in dem weißen Teil fehlt mir überhaupt nicht. Die zwei Männer rechts, die auf die Kamera zulaufen, sorgen für Bewegung und kontrastieren die Statik der Kaffee-Gäste. Die Perspektive der sich nach hinten verengenden Straße stimmt auch - insoweit alles ok.

Das zweite gefällt mir nicht. In der Bildmitte ist ein Loch, im Hintergrund angefüllt mit irgendeinem weißen Gestell und leeren Stühlen. Die Gruppen rechts zeigen wenig Gesichter, die im Vordergrund ebenso wenig wie die hintere. Das Profil links geht soweit in Ordnung, die runtergerutschte Maske hat einen gewissen dokumentarischen Reiz - aber insgesamt gibt die Figur ästhetisch auch nicht so schrecklich viel her. Ich denke, ich hätte die Aufnahme nicht gemacht und falls doch, sie bei der Bearbeitung verworfen.

Technisch - von der Gradation und Helligkeitswerten her - ist das zweite etwas besser als das erste, wo der obere Teil der Häuser etwas grau daher kommt. Die Schwärzen sind bei beiden noch etwas differenzierungsfähig.

In diesem konkreten Fall, wo man sich bei der Kommentierung des einen Bildes etwas auf das andere beziehen kann, stört mich das Einstellen von zwei Bildern nicht.

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Ich stimme Michael und Guido zu. Das erste gefällt mir — so wie hier gezeigt — besser, die Schatten würde ich noch differenzieren. 
Aber man kann meiner Ansicht nach das zweite Bild durch einen radikalen Beschnitt interessanter machen, dann würde mich das „Loch“ nicht mehr stören, sondern würde zur Bildaussage gehören, passend zur Maske.

Ich will nicht ungefragt an deinem Bild herumschneiden, darum sag gerne Bescheid, wenn ich zeigen soll  wie ich es meine.

Edited by leicanik
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ich finde genau das loch spannend. es folgt dem dokumentarischen ansatz, der mann trägt eine maske unter dem mund, es ist 2020, man soll abstand halten. da finde ich es völlig ok, leere zu zeigen.

aber schön zu sehen, wie bereits bei den ersten beiden bildern klar wird, dass es eben keine allgemeingültigen lösungen gibt, genau das schätze ich an fotografie. drück zehn leuten eine kamera in die hand, stell sie an denselben ort und du kriegst zehn unterschiedliche interpretationen dieses orts.

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vor 21 Stunden schrieb muewo:

Vielen Dank ....Es ist ein großer Unterschied, ob ich mit Vollformat fotografiere oder mit Lumix.

Auch wenn ich nicht Guido bin, möchte ich darauf eingehen. Zuerst schließe ich mich den Forenten an, was die Bildkritik angeht. 

Plakativ der bekannte Spruch: Das Bild wird hinter der Kamera gemacht und auch wenn es abgedroschen klingt, ist es die Wahrheit. Es ist völlig egal welche Hardware genutzt wird. Mit unterschiedlichen Sensoren hast Du gestalterisch mehr Spielraum, aber das spielt m.M.n. erst bei erfahrenen Streetfotografen eine Rolle. Ein eher wichtiges Kriterium ist die Größe der Kamera / Objektiv Kombination. Viele bevorzugen kleine, unauffällige Kameras was für Mft spricht, auf der anderen Seite kenne ich Streetfotografen die mit einer Mittelformatkamera arbeiten. Genau so haben manche die Vorstellung es muss alles manuell eingestellt werden. Nein, keine Angst vor dem P Modus und Auto ISO, Serien Bilder und das Ergebnis wird oftmals auch noch gecroppt. Man sollte frei sein von technischen Überlegungen beim fotografieren und sich eher um die Komposition und Situation widmen. Wer es beherrscht kann ja in Halbautomatik oder manuell fotografieren, das ist jedem frei gestellt. Nicht umsonst wird auch häufig auf AF verzichtet und Zonen fokussiert, es geht um Geschwindigkeit, eine Situation nicht zu verpassen. Hierfür wäre optimal die manuelle Einstellung ( F8 -11, 1/500 ISO fix den Belichtungsverhältnissen angepasst) und Zonen Fokus. Ein Punkt bleibt dann noch der aber auch von der persönlichen Vorliebe abhängig ist: die Wahl der Brennweite. Hier wird häufig 50, 35, 28 genutzt, manchmal noch mehr Weitwinkel um eine größere DOF zu sichern.

Also weiter mit Mft und viel fotografieren, das bringt Dich weiter und natürlich Bildbesprechungen / Kritik.

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  • 3 months later...

Ich hab den Eindruck, dass die Szene nach rechts wegkippt, schaut etwas seltsam aus. Ich fotografiere nicht "Street", darum tue ich mir mit Bildkritik etwas schwer. Mir gefällt diese Motivkette vom li Drittel ins hintere rechte Eck, allerdings hebt sich das rechte Mädel im Vordergrund nicht wirklich deutlich von dem Mann dahinter ab. Das mag auch am SW liegen (ich nehme an, du das in Farbe fotografiert, und da ist das vielleicht nicht so aufgefallen, da zB die T-Shirts andersfärbig sind), hier hätte vielleicht geholfen, wenn du einerseits schon SW im Sucher beim Fotografieren verwendest (da fällt das dann auf), und dann vielleicht 2 Schritte nach rechts gemacht hättest, um die beiden Paare zu separieren.

 

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Danke Martin, ich stimme Dir zu. Jetzt sehe ich es auch.

Das Problem ist, ich bin zu schnell und nehme mir nicht genügend Zeit, weil ich nicht möchte, dass die Menschen merken, dass sie fotografiert werden.

Jeden einzelnen zu fragen, ob ich ihn fotografieren darf, ist mir zu aufwendig und kontraproduktiv.

Das ist vielleicht auch der Grund, warum Du keine "Street" Fotos machst.

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vor 10 Minuten schrieb muewo:

Das Problem ist, ich bin zu schnell und nehme mir nicht genügend Zeit, weil ich nicht möchte, dass die Menschen merken, dass sie fotografiert werden.

Ja - das Problem kenne ich auch und kämpfe damit - mal ganz abgesehen von all den rechtlichen Implikationen.

Konkret zum Bild: Die monierte Verschmelzung der Grauwerte der beiden Personen hat mich zunächst nicht gestört - obwohl das tatsächlich ein Grund sein könnte, die Aufnahme nicht SW zu verarbeiten, wenn es farblich einen besseren Kontrast gibt.

Das "Kippen nach rechts" ist mir auch aufgefallen, aber beim näher Hinschauen sieht man, daß das nicht eindeutig ist: Vorne kippen Tisch und Stühle zwar erkennbar nach rechts - hinten stehen sie gerade. Das kann also auch am Altstadtpflaster liegen. Und das Fenster ganz links kippt deutlich nach links, hintere weniger deutlich, und die Tür ganz am rechten Rand steht fast völlig gerade. Wohl auch wieder ein Altstadt-Effek 😉. ich glaube, damit muß man bei solchen Schnappschüssen leben.

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Die bisher erfolgte Kritik ist rein "technische".  Leider werden heute Streetaufnahmen oftmals zuerst technisch betrachtet und nichts zur Bildaussage, Wirkung, Themenumsetzung, usw.

Hier kann es daran liegen, das es sich tatsächlich um einen Schnappschuss handelt. Vielleicht fällt auch niemanden etwas ein, oder es gibt nichts, was den Betrachter anspricht und dann bleiben nur technische Bemerkungen. Ich vermisse genau eine Interkommunikation / Interaktion mit dem Fotografen, aber wie Du sagst, möchtest Du nicht das die Menschen merken, das Du sie fotografierst. Gerade bei der Streetfotografie ist die technische Seite untergeordnet. Qualitätsansprüche wie Schärfe, Bokeh, perfekte Belichtung, sind nachrangig. Oft sind Tiefen abgesoffen, Lichter überstrahlt, bei B&W reichen 3 - 4 Graustufen (s.im Stil der Film Noir, oder den Kino Film Sin city), egal wenn das Foto anspricht, berührt oder Emotionen erzeugt.

Was wolltest Du mit dem Foto ausdrücken ?

Nun was sehe ich ? Im Punctum sind 2 Mädchen die sitzend sich unterhalten, vordergründig die Tasche von einer, durch die Blickführung sehe ich dahinter einen Mann mit einer Frau sitzend, danach folgend ein Mann auf dem Fahrrad, der wohl angehalten hat um sein Handy zu kontrollieren. Die ganze Szene in einer Altstadt. So sehr ich mich auch bemühe und suche, leider finde ich nichts was mich fesselt, Emotion erzeugt, oder mein Interesse weckt. Es handelt sich um eine beliebige Altagsszene ohne Aussagekraft.

So würde ich das Foto allenfalls als Dokumentation ansehen, wobei mir der inhaltliche Hinweis auf den Ort fehlt. Dieser ist textlich ergänzt.Technisch ist es für mich soweit ok, denn erst ein fehlerhaftes Foto weckt überhaupt Interesse, wenn anderes fehlt. 

Ich hoffe meine Ausführungen waren nicht zu hart, sie sind nicht persönlich gemeint, oder als Angriff zu verstehen.

 

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Danke auch Euch, Micha und KDKPHOTO, für Eure ausführliche Kritik. Ich sehe die Kritiken nicht als zu hart oder als persönliche Angriff an.

Dafür steht mein Bild ja hier in diesem Thread. Ich will, obwohl ich nicht mehr der Jüngste hier bin, ja noch etwas von Euch lernen. Denn dazu ist man nicht zu alt.

 

 

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vor 10 Minuten schrieb KDKPHOTO:

So würde ich das Foto allenfalls als Dokumentation ansehen, wobei mir der inhaltliche Hinweis auf den Ort fehlt.

Deiner Kritik kann ich mich im großen Ganzen anschließen - wobei mir das Gelegenheit gibt, ein wenig über "Streetphotographie" überhaupt nachzudenken. Es gibt ja immer wieder Versuche, das zu definieren - kommt aber nicht wirklich viel dabei heraus.

Die Klassiker der Street haben insbesondere graphische Effekte produziert, bei denen Straßenszenen sich in mehr oder weniger abstrakte Formationen auflösen. Da  spielen technische Perfektion oder Defizite praktisch keine Rolle.

Dann gibt es die Meisterleistungen der Reportage - die leben vom Inhalt des Dargestellten, auch da ist die Technik sekundär. Der Inhalt kann eine Sensation sein oder auch bloß ein überraschendes oder komisches Element.

In USA und Japan gibt es die ich sage mal "Schock-Photographen", die aus einem Hauseingang heraus springen und einem überraschten Fußgänger ins erschreckte Gesicht blitzen. Die gehören mal kräftig übers Knie gelegt.

Dann gibt es die von Dir erwähnte Dokumentation. Dabei sollte etwas für einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Situation typisches dargestellt sein - das wäre eine weniger meisterliche Abart der Reportage, die keinen sensationellen Inhalt braucht.

Womit ich mich am meisten konfrontiert sehe - und in dieser Kategorie verorte ich auch Muewos Aufnahme - sind Alltagsszenen, die auf der einen Seite ziemlich belanglos sind, bei deren Anblick man andererseits aber einen bestimmten Reiz empfindet. Den möchte man einfangen - und das ist gar nicht so leicht. Bei den Ergebnissen spielen dann auch technische Faktoren mit hinein: Eben weil die Stimmung, die eingefangen werden soll, eher "leichtgewichtig" ist, machen sich technische Unvollkommenheiten um so stärker bemerkbar.

Dazu kommt, daß das ganze Gebiet durch die Gesetzgebung und die unsäglichen Diskussionen und Empfindlichkeiten über Persönlichkeitsrechte total vermint. ist. Eigentlich sollte ein gewisses Gefühl für Anstand dafür sorgen, daß man keine Bilder macht, die Menschen in irgendeiner Weise bloßstellen könnten. Andererseits ist das Empfinden dafür, was Anstand ist (oder was jemanden bloßstellen könnte 😉 ) durchaus verschieden. Und es wird nicht leichter dadurch, daß in einer multi-(un)kulturellen Umgebung wie in Berlin dann auch noch sehr verschiedene Maßstäbe aufeinander treffen und ggf. in handgreiflicher Form geltend gemacht werden.

Ich stelle bei mir fest, daß ich umso leichter zum Schuss komme, je kleiner die eingesetzte Technik ist. Bei den A7ern hängt es von der Größe des Objektivs ab: ZA 35/2.8 geht ganz gut, 24-105 G ist problematisch. MFT geht meistens leichter, und ich sollte es wirklich mal mit dem Handy versuchen - gezückte Handys gehören inzwischen zum alltäglichen Straßenbild und werden wohl kaum noch als bedrohlich empfunden.

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vor 19 Minuten schrieb micharl:

...

Dazu kommt, daß das ganze Gebiet durch die Gesetzgebung und die unsäglichen Diskussionen und Empfindlichkeiten über Persönlichkeitsrechte total vermint. ist. Eigentlich sollte ein gewisses Gefühl für Anstand dafür sorgen, daß man keine Bilder macht, die Menschen in irgendeiner Weise bloßstellen könnten. Andererseits ist das Empfinden dafür, was Anstand ist (oder was jemanden bloßstellen könnte 😉 ) durchaus verschieden. Und es wird nicht leichter dadurch, daß in einer multi-(un)kulturellen Umgebung wie in Berlin dann auch noch sehr verschiedene Maßstäbe aufeinander treffen und ggf. in handgreiflicher Form geltend gemacht werden...

Ersteres und Letzeres vermaledeit mir die Streetfotografie inzwischen derart. Die Schizophrenie ist nicht mehr zu ertragen. Da regen sich Leute auf, dass sie in der Öffentlichkeit fotografiert werden wg. Persönlichkeitsrechte, teilen aber bereitwillig jede Mahlzeit, den anschließenden Gang zum Klo und lassen sich ohne Aufregung von Google&Co. 24h tracken... 🙄

Von den Kulturbereichern will ich gar nicht erst reden - Negativerfahrungsberichte diesbezüglich sind ja per "In-die-Ecke-stellen" in diesem Land verboten worden.

Insgesamt führt das dazu, dass sich die Streetfotografie quasi nur noch auf "konfliktfreie" Fotos beschränkt und für mich damit de facto gestorben ist.

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vor 39 Minuten schrieb micharl:

....ich stelle bei mir fest, daß ich umso leichter zum Schuss komme, je kleiner die eingesetzte Technik ist. Bei den A7ern hängt es von der Größe des Objektivs ab: ZA 35/2.8 geht ganz gut, 24-105 G ist problematisch. MFT geht meistens leichter, und ich sollte es wirklich mal mit dem Handy versuchen - gezückte Handys gehören inzwischen zum alltäglichen Straßenbild und werden wohl kaum noch als bedrohlich empfunden.

Es ist auch eine Frage der Übung und des eigenen Mutes. In mehr als 10 Jahren hatte ich noch keine Probleme, weder mit "unauffälligen" Equipment, noch mit einer MF Kamera. Eher empfinde ich es als "gemein" heimlich zu fotografieren. Das Geheimnis der offensiven und wahrnehmbaren Art liegt m.M.n. darin, die berühmte 1/10 sec. vorher aus zu lösen, bevor der jenige reagiert, sein Posing ändert oder die Situation verändert. Hilflose Personen, kleine Kinder erkennbar (ohne Genehmigung der Eltern) und verletzende Situationen sollte man vermeiden. Fotografieren darf man erstmal grundsätzlich alles und jeden. Die Frage ist nur was danach mit den Fotos passiert: kommerzielle Verwendung, Internetveröffentlichung, Ausstellung, Fotobuch,....Allerdings sich die Aufnahmen nur zu Haus auf dem Monitor an zu sehen, würde für mich bedeuten, kein Street zu fotografieren. Da bin ich nicht weit weg von dem Gefühl, wenn Frauen auf der Rolltreppe, von hinten, unter den Rock fotografiert wird.Jegliche Heimlichtuerei, ist es , die die Streetfotografie in verruch bringt.

Aufnahmen des Zeitgeschehens, sollten auch öffentlich gezeigt werden, sonst hätten wir auch kein Zugriff auf Aufnahmen der z.BSp. 20 er Jahre vom Potsdamer Platz. Und selbst Obdachlose, verarmte Menschen, wie sollen wir uns denn sonst über die damalige Wirtschaftslage und das grauenhafte Elend ein Bild machen, ohne diese Personen zu sehen?

Einzig man sollte versuchen diese Aufnahmen respektvoll zu machen. Streetfotografie benötigt auch nicht immer die frontale Fotografie, kann aber 😁

Zum Abschluss Zitat Thomas Höpker: Frage nicht, fotografiere !

 

Edited by KDKPHOTO
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vor 23 Minuten schrieb G-FOTO.de:

...Insgesamt führt das dazu, dass sich die Streetfotografie quasi nur noch auf "konfliktfreie" Fotos beschränkt und für mich damit de facto gestorben ist.

Oder den Mut aufbringen, einfach zu machen und sich danach eventuell einem Gespräch zu stellen. Ich bin da völlig angstfrei, gelegentlich kommt die Frage" Warum haben Sie mich fotografiert ?" und anschließend " Was haben Sie mit dem Foto vor?" Hierzu stelle ich mich gern und zur letzten Frage sage Ich immer " Wenn es richtig gut ist, und das sehe ich erst später auf dem Monitor, kann es in einer Ausstellung gezeigt werden und wenn dem so ist, melden Sie sich bitte, dann bekommen Sie 30% ab, wenn ich es verkaufe"

Das wird immer abgenickt, nicht zu letzt weil ich in den Gesprächen immer meine Visitenkarte überreiche und die Angst weg ist, das Bild 5 Minuten nach Aufnahme in 5 Sozialen Medien zu veröffentlichen. Vielleicht hat es auch mit meinem Alter und einer gewissen seriösen Wirkung zu tun.

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vor 28 Minuten schrieb KDKPHOTO:

Es ist auch eine Frage der Übung und des eigenen Mutes. In mehr als 10 Jahren hatte ich noch keine Probleme, weder mit "unauffälligen" Equipment, noch mit einer MF Kamera. Eher empfinde ich es als "gemein" heimlich zu fotografieren.

Nur zur Klarstellung: Es geht mir nicht um "heimliches" photographieren. Das ließe sich mit den bekannten Mitteln ja leicht bewerkstelligen. Es geht mir um den von G-foto beschriebenen Mechanismus, der einige Leute, sowie sie einen Photoapparat auch nur vermeintlich in ihre Richtung blicken sehen, aggressiv reagieren läßt. Und mit "aggressiv" meine ich aggressiv. Dazu vielleicht später mehr - muß mal ein paar Bilder heraussuchen. Ein entspannter Umgang mit Menschen auf der Straße, wie ihn Robin Wong in Singapur und umliegenden Ortschaften demonstriert, ist hier anscheinend nicht möglich.

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Ganz ehrlich: Mir fehlt der Mut für StreetFotografie. So reizvoll dieses Genre auch ist,

es passt nicht mehr so recht in unsere aufgeheizte Zeit mit Datenschutz, PersönlichkeitsRechten usw.

Und wenn ich an der Tankstelle oder einem Parkplatz stehe und knipst einer mich mit Auto, stinkt mir das auch gewaltig.

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vor 13 Minuten schrieb micharl:

Nur zur Klarstellung: Es geht mir nicht um "heimliches" photographieren. Das ließe sich mit den bekannten Mitteln ja leicht bewerkstelligen. Es geht mir um den von G-foto beschriebenen Mechanismus, der einige Leute, sowie sie einen Photoapparat auch nur vermeintlich in ihre Richtung blicken sehen, aggressiv reagieren läßt. Und mit "aggressiv" meine ich aggressiv. Dazu vielleicht später mehr - muß mal ein paar Bilder heraussuchen. Ein entspannter Umgang mit Menschen auf der Straße, wie ihn Robin Wong in Singapur und umliegenden Ortschaften demonstriert, ist hier anscheinend nicht möglich.

Ich habe Dich schon richtig verstanden. 

Aber Asien an zu führen verfälscht ein wenig, da die Asiaten eine andere Einstellung zu Aufnahmen haben. Das merke ich auch hier in Berlin. M.M.n. ist ein entspannter Umgang schon möglich. Ich bin nun in vielen Berliner Bezirken unterwegs, fast zu jeder Tag und Nacht Zeit. Und selbst in militanten, radikalen Bezirken, habe ich noch kein Ärger bekommen. Aber es gibt eben manchmal Leute die schlecht drauf sind oder gerne und immer all ihre Rechte durchsetzen wollen. Eher eine Deutsche Eigenschaft - oder ?

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