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Sternschuppen fotografieren Einstellung manuell


Tertulla
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Hallo Zusammen, ich war heute Sternschnuppen Lyriden fotografieren, bzw wollte es. Mit mäßigem Erfolg leider, fast alle Fotos unscharf. Bedienerfehler. Vllt kann mir jemand helfen die richtige bzw bessere Einstellung zu finden? Ich hab das Objektiv 3.5-5.6/16-50 genommen, Programm M, Belichtung 20 Sekunden, manueller Fokus, Blende weiß ich jetzt gar nicht mehr.....

Danke für Hilfe. LG Andrea

Sony alpha 6400

 

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Wie hast Du denn manuell fokussiert? Glaube dem unendlich Zeichen im Sucher nicht. Die Objektive von Sony sind da schecht kalibriert. Ich bekomme da je nach Objektiv Anzeigen, die Sterne wären nur 60 m weg, wenn sie scharf abgebildet werden. Das kaufe ich dem Objektiv nicht ab...

Suche Dir Lichter, die weit weg sind und fossiere mit der Fokuslupe.

Edited by Gernot
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Am besten postest du ein Beispielbild, sonst können die hiesigen Astroleute wahrscheinlich nicht wirklich weiterhelfen. Für Unschärfe bei Astro gibt es vielfältige Gründe:

Vielleicht lag es am Fokussieren oder vielleicht am Objektiv, das für Astro weder scharf noch lichtstark genug ist. Vielleicht war die ISO auf Automatik und die Unschärfe entsteht durch Rauschen oder es handelt sich um Bewegungsunschärfe, weil kein Star Tracker benutzt wurde… usw.

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Ja eben, es ist nirgendswo scharf gestellt. Mir fehtl eben total die Erfahrung. Im Sucher dachte ich, das es scharf gewesen wäre, aber ich hab einfach nciht die richtige EInstellungen gefunden. Windig wa es zwar auch, aber das ist ein totaler Bedienerfehler. LG Andrea

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Beim ersten Bild hättest du mit der Fokuslupe auf den Horizont fokussieren können, vielleicht aber sogar mit dem AF, denn da gibt es Kontrastkanten. Ich weiß allerdings nicht, ob das Licht für den AF des 16-50er gereicht hätte.

Im Dunkeln zu Fokussieren ist nicht einfach, auch mit mehr Erfahrung.

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Zum ersten Bild: Nightsacpe sollte man immer manuell fokussieren. (AF-Software, die sowas zuverlässig kann, kommt gerade erst auf. Olympus hat ein entsprechendes Feature in sein neustes Flaggschiff eingebaut, State of the Art ist es noch nicht). Sobald du am manuellen Fokusring drehst, erscheint im Sucher / auf dem Display ein Balken, der dir anzeigt, auf welche Enfernung gerade scharf gestellt ist. Das Haus dürfte wohl ca. 50-100m entfernt gewesen sein, also würde ich mal in dem Bereich mit der Fokuslupe das Haus durchfokussieren, bis es scharf ist. Um sehr weit entfernte Landschaften scharf zu stellen, habe ich bei meinen wenigen Nightscape-Erfahrungen einen Trick 77 entdeckt: Man dreht den manuellen Fokusring so weit, bis das Unendlichzeichen aufpoppt (ab da ist bei Sonykameras alles unscharf...  Landschaftsfotografen können bezüglich dieses Phänomens sicherlich besser Auskunft geben als ich). Danach dreht man den Fokusring sorgfältig wieder zurück, bis das Unendlich-Zeichen geradeso wieder auf eine Meterangabe springt. Oftmals ist dann relativ gut fokussiert, obwohl die Meterangabe mitunter völlig hanebüchen ist (ein 20km entfernter Bergkamm wurde bei mir mal als "40 Meter" angegeben).

Beim zweiten Bild ist der Fokus richtig, aber das Bild hat wegen der langen Belichtungszeit eine Bewegungsunschärfe (die Erde dreht sich in 20s weit genug, dass das Firnament bereits um wenige Millimeter verschoben wird). Um das zu verhindern, müsste man einen Star Tracker benutzen: Das ist ein Gerät das die Kamera entgegen der Erdrotation bewegt, sodass der Stern während der ganzen Belichtungszeit immer am gleichen Punkt auf dem Sensor abgebildet wird. Anschliessend muss man die Landschaft nochmals normal fotografieren und die beiden Bilder in einem Bearbeitungsprogramm übereinanderlegen und miteinander verrechenen... so aufwändig fotografiert ein Nicht-Astro-Freak natürlich selten bis gar nie. 🙂 Der Effekt lässt sich in dem Sinne (ohne Zusatzausrüstung) also nicht verhindern.

Edited by Guest
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Ad 1) Korrekt

Ad 2) Es werden die wenigsten (Hobby) Astrofotographen sich einen Star-Trecker zulegen, und schaffen es auch gute (akzeptable) Milchstrassenfotos zu machen. Es gibt die einfache 500er Regel (500 dividiert durch Brenntweite = max Belichtungszeit). DIese Belichtungszeit ist umso grösser, je weitwinkliger ein Objektiv ist und ist so definiert, dass die Sterne noch "akzeptabel" punktförmig sind. Allerdings ist die Formel ziemlich grob, besser ist die NPF Formel ( https://www.matthias-foto.de/sternenhimmel-fotografieren-belichtungszeit-500-regel-vs-npf-formel/ )

Alternativ kann man sich auch um 10 Euro die App Photopills zulegen (super, wenn man den Nachthimmel öfters fotografiert), die zeigt u.U. wo, wann, was ist, erlaubt die Berechnung der max Belichtungszeit, DOF, und hat sogar eine "augmented reality view", die zeigt am Handy/Ipad überlagert, wo zB die Milchstrasse wann wo steht, ist echt cool !

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vor 15 Stunden schrieb Midori:

langen Belichtungszeit eine Bewegungsunschärfe (die Erde dreht sich in 20s weit genug, dass das Firnament bereits um wenige Millimeter verschoben wird)

Dumme Frage, weil ich nie versucht habe...kann man dazu viele kurze Belichtungen stacken? Wobei das wohl nur gegen Rauschen hilft aber es kommt nicht mehr Licht ins gestackte Bild (man müsste „additiv“ stacken)?

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vor 17 Stunden schrieb WIzard:

Ad 2) Es werden die wenigsten (Hobby) Astrofotographen [...]

Deine Ausführungen sind technisch natürlich völlig richtig, aber bedenke, dass sie das 16-50 Kit nutzt. Die Offenblende von f3.5 wird bei Belichtungszeiten zwischen 11-17 Sekunden nicht reichen, um genügend Licht auf einen 24MP FSI APS-C Sensor zu transportieren. Falls sie dann wegen zu dunklen oder ISO-Rauschen behafteten Bildern anfragte, gäbe es nur zwei Antworten:

"Belichte länger" - einmal im Kreis gedreht.

"Kauf dir ein geeignetes Objektiv" - eine Investition, über deren Sinnhaftigkeit sie anhand ihrer fotografischen Interessen / Ansprüche und ihres Budgets selbst entscheiden müsste.

 

vor 3 Stunden schrieb wasabi65:

Wobei das wohl nur gegen Rauschen hilft aber es kommt nicht mehr Licht ins gestackte Bild

Sehe ich auch so. Ich beschäftige mich nicht intensiv mit Landschaftsfotografie, nehme aber stark an, dass leider kein Weg an Lichtmonster-Equipment (oder Beschiss mit Luminar 4 😆) vorbeiführt, wenn man Astro à la Stefan Liebermann fotografieren möchte.

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vor 8 Stunden schrieb wasabi65:

Dumme Frage, weil ich nie versucht habe...kann man dazu viele kurze Belichtungen stacken? Wobei das wohl nur gegen Rauschen hilft aber es kommt nicht mehr Licht ins gestackte Bild (man müsste „additiv“ stacken)?

Ja, und damit kann man auch mit mäßigem Equipment deutlich weiter kommen. Beliebete Programm dazu sind z.B. Deep Sky Stacker oder Sequator.

Grundsätzlich lässt sich mit Sony APS-C in Richtung Astro viel recht günstig erreichen, ich denke an die Sigma-Festbrennweiten mit f1.4 und die Samyang-Objektive 12/2 und 135/2. Eine günstige, schlichte Nachführung für leichtes Equipment könnte der Mini Track LX2 sein.

Das ganze Thema braucht aber seine Zeit in Einarbeitung und Bilder entstehen nich mal eben schnell.

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