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Kaufberatung: Sigma 150-600 oder Tamron 150-500


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Liebe Mitforianer,

bislang habe ich eigentlich immer genau gewusst, was ich will, und es ist der erste Faden dieser Art, den ich starte. Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit dem Gedanken, mir ein Supertele zuzulegen, wohl wissend, dass es sicher das am wenigsten genutzte Objektiv bei mir sein wird. Denn Wildlife- oder Vogelfotografie werde ich damit eher selten bis gar nicht betreiben. 

Im Moment habe ich das SONY FE 70-300 F4,5-5,6 G und bin so zufrieden damit, dass ich es nicht ersetzen, sondern ergänzen möchte. Das Tamron 50-400 mm ist mir dazu hinsichtlich Brennweitenbereich zu ähnlich. Das Sony 200-600 mm ist mir zu teuer und zu sperrig. Außerdem gefällt mir dort die Naheinstellgrenze nicht.

Bleiben also nur das Tamron 150-500 mm F/5-6.7 Di III oder das Sigma Sports 150-600 mm F5-6.3 DG DN.

Das Sigma hatte ich über Kleinanzeigen von einem Privatanbieter für 800 Euro gefunden. Der Anbieter war 200 km von mir entfernt, also bin ich letztes Wochenende hingefahren. Das Objektiv war zwei Jahre alt und sah aus wie neu. Leider hatte der Anbieter die Garantieverlängerung auf drei Jahre nicht aktiviert. 

Ich hatte meine A7R V dabei und einige Testbilder vor Ort gemacht, auf unterschiedliche Distanzen und mit unterschiedlichen Fokus-Einstellungen, Belichtungszeiten etc. Dabei fiel mir auf, dass das Sucherbild stets extrem unruhig war, wie ich es bislang überhaupt nicht kannte. Selbstverständlich habe ich beide Modi des Stabilisators getestet. Ich konnte keinen Unterschied feststellen. Ebenfalls auffällig war, dass das Objektiv nicht sonderlich fest im Kamerabajonett saß. Es hatte zwar kein axiales Spiel, aber es ließ sich ganz minimal verdrehen und das spürte man einfach beim Handling. 

Die Verarbeitung war ausgezeichnet, wenngleich ich das ganze Design und die Haptik ein wenig grobschlächtig empfunden habe. 

Ja und dann kam der Schock! Kein einziges Foto war scharf. Und ich rede nicht von den Randbereichen und Ecken, nein ich spreche vom Bildzentrum und den fokussierten Motiven. Ich war über eine Stunde dort und habe wieder und wieder Bilder gemacht und mit den Einstellungen experimentiert, keine Chance, alles sah aus, als wenn irgendein Weichzeichnungsfilter angewendet worden wäre. 

Meine Vermutung war dann, dass der Bildstabilisator defekt sein müsse. Aber auch bei 1/2000s waren die Bilder unscharf, und das konnte nicht am Stabi liegen. Der Anbieter versicherte mir jedoch, dass das Objektiv einwandfrei an seiner A7 III funktioniert hatte. Allerding war das knapp zwei Jahre her, denn das Objektiv lag nach dem Kauf nur noch ungenutzt im Schrank herum. 

Das Ende vom Lied war, dass ich 400 km umsonst gefahren bin. Bei dem Preis hätte ich es vielleicht sogar defekt mitgenommen, wenn es sich noch in der Garantiezeit befunden hätte. Aber so machte es keinen Sinn. 

Und nun überlege ich, wie ich weitermache und erhoffe mir hier ein wenig Feedback von den Besitzern der beiden in Frage kommenden Objektive. Rein optisch gefällt mir das etwas leichtere und kompaktere Tamron besser, wenngleich ich es auch noch nie selbst in Augenschein nehmen konnte. Angeblich ist das Sigma etwas schärfer und verfügt über den besseren Wetterschutz. Dafür soll der AF beim Sigma relativ schlecht sein, wenn es um bewegte Motive geht. Da soll der AF des Tamron deutlich besser sein. Aber teilweise ist es auch sehr widersprüchlich, was man da so im Netz findet. Natürlich punktet das Sigma mit der weiteren Brennweite und der etwas höheren Lichtstärke. 

Nun meine konkreten Fragen:

  • Hat das Sigma 150–600 mm F5-6.3 DG DN grundsätzlich so ein leichtes Drehspiel am Bajonett?
  • Ist das Sucherbild grundsätzlich so unruhig und wird beim Betätigen des Auslösers nicht eingefroren?
  • Das Sigma soll aufgrund von Linsenverschiebungen im Hochformat eine sehr schlechte Abbildungsqualität in den Bildecken aufweisen. Kann das jemand bestätigen?
  • Wie sind eure AF-Erfahrungen bei der längsten Brennweite und bewegten Motiven?
  • Spielen das Handling und der Gewichtsunterschied in der Praxis eine Rolle? Vielleicht hat ja schon jemand beide Objektive verglichen. 

Das Thema Telekonverter interessiert mich übrigens nicht, denn mit der A7R V erreiche ich auch im APS-C Modus noch volle 26 Megapixel und komme so auf 750 bzw. 900 mm Brennweite.

Danke und viele Grüße
Ron

bearbeitet von T-Freak
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Ich kann dir da zwar nicht groß weiterhelfen, aber beim Sony handelt es sich um ein Innenzoom, welches die Länge nicht verändert. Die anderen Beiden legen da gewaltig zu. Habe kürzlich einen Test geschaut, da kam selbst das 100-400 fast auf die selbe Größe.

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Hallo, leider kann ich zu Tamron und Sigma nichts sagen. Aber!! Ich bin begeistert vom Sony 200-600. Die Bedenken mit Größe etc. hatte ich auch. Ich hatte das Objektiv auf zwei Safari Reisen in Afrika dabei, z.T. unter widrigen Bedingungen. Auf einer Reise in Estland. Mehrfach auf Bergtouren (Aufstiege über 1000HM). Die Performance hat mich immer überzeugt. Kameras: A7RIIIa, A6700. Ich transportiere das Objektiv im mitgelieferten Packsack (dort passt auch eine angesetzte Kamera mit rein). Seit vielen Jahren nutze ich einen ganz normalen Rucksack (Deuter Guide light, ca. 30 Liter) da geht alles rein, auch das übrige Gepäck, die zweite Kamera liegt meistens einfach oben auf. Das ist natürlich für die meisten nicht akzeptabel, ich weiß. Ich hatte noch nie Schäden. Der Rucksack geht auch beim Flug als Handgepäck durch, gewogen worden ist er noch nie. Ich rate dazu, dieses Objektiv in die Überlegungen mit einzubeziehen. So weit meine abwegigen Erfahrungen. Zur Bekräftigung ein Beispiel unter schlechten Bedingungen, die Sonne war schon lange weg, die Löwen noch aktiv. Ca. 400mm, mit 1/60 aus der Hand bei ISO 3200.  Grüße Manfred

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Hallo Ron ,

bei mir ist das 150-600 von Sigma seit ca. zwei Jahren im Einsatz. Ausschlaggebend für mich war der Preis , im Angebot damals für 1199,00€ , da sind das Sony und Tamron rausgefallen. Zum AF kann ich nicht viel sagen , meine A7 MK1 die ich Hauptsächlich an dem Objektiv benutze ist nicht mehr wirklich auf aktuellem Stand der Technik. An der A6500 habe ich es nur mal Testweise verwendet, da fehlt mir die Erfahrung.

Es gibt soviel mir Bekannt ist zwei Firmware-Updates für die Sony Version. Einmal für den AF und einmal zur Verbesserung des OS ,sind beide bei meinem Installiert. Was ich bestätigen kann ist das das Objektiv etwas Spiel am Mount hat , aber wie auch bei vielen anderen Objektiven und nicht wirklich Viel. Was die Schärfe angehet bin ich sehr zufrieden , bei meinem Exemplar ist es bei 600mm und F6.3 etwas Weich aber ab F8 alles Scharf. Das Gewicht finde ich noch einigermaßen beherrschbar , da ich es hauptsächlich im Zoo/Tierpark , bei Blüten/Insekten oder hin und wieder mal bei Flugzeugen einsetze. Wenn ich Heute nochmal vor der Entscheidung stände mir ein Tele-Zoom zu kaufen würde ich das Sigma 60-600mm F4.5-6.3 DG DN OS Sports nehmen. Ist etwas Teurer und auch Schwerer aber was die Brennweite betrifft noch etwas Flexibler einsetzbar.

VG

Heinz

 

bearbeitet von 68er Fujifreund
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vor 2 Stunden schrieb Alux:

mit aktiviertem OSS sollte das Sucherbild definitiv deutlich ruhiger sein als ohne.

Das kommt auf die Stufe an. In Stufe III ist das Sucherbild eben nicht stabilisiert, dafür greift der Stabi aber besser bei der Verfolgung sich ungleichmäßig bewegender Objekte. 

Für mich würde es kein anderes Telezoom mehr geben! Erstens geht das Zoomen ohne Umgreifen mit dem Daumen glatt von statten und man hat immer den gleichen Brocken in der Hand. Ans Gewicht gewöhnt man sich und die Transportmittel können passend angeschafft werden. 

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Vielen Dank für die Rückmeldungen! Ich habe mich nun für das Tamron entschieden. Überzeugt haben mich die "Kompaktheit" und das vergleichsweise "geringe" Gewicht. Hinsichtlich AF und Schärfe hört man auch nur Gutes. An meiner A7R V sind es im APS-C Modus 750 mm Brennweite bei 26 MP, ich denke das reicht mir. 

 

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Also ich habe auch ein 150-600. 

Erstmal zum Bajonettspiel, ich hatte eine a7iv und habe jetzt aktuell eine a7rv und eine a9, habe aber auch so noch regelmäßig 2 a7iv dabei, Bajonettspiel gibt es gefühlt bei allen Kameras, bei der einen a7iv aber deutlich weniger als bei den anderen. Die A7rV ist auch etwas besser als meine erste a7iv. Ist aber auch nicht so, dass bei allen Kameras das gleiche Objektiv viel Spiel hat. Naja Etwas mehr Fertigungsgenauigkeit könnte man sich da wohl von allen Herstellern wünschen, aber kommt halt auch auf die Umweltbedingungen an. Am 150-600 hat meine a9 bspw. deutlich mehr Spiel, als es sich bei der a7rv zeigt. 

Sucherbild, da gibt es am Objektiv einen Modeschalter, müsstest du dich mal einlesen, was da die einzelnen Modis bringen.

Unschärfe im Hochformat in den Ecken, kann ich wenig zu sagen, da für mich bei dem Objektiv wenig relevant, auch wenn ich immer mal hochkant fotografiere, aber es geht mir beim Fotografieren bei 600m damit ja in der Regel um ein Objekt, da ist Randschärfe einfach nicht relevant. 

AF an der a9 ist bei bewegten Objekten schon sehr annehmbar, 200-600 wird sicher etwas besser sein noch, aber das habe ich leider noch nicht getestet. Würde mir aber unter heutigen Aspekten das kaufen, aber jetzt ist halt das 150-600 da. Was den Job auch macht, und auf der Liste stehen andere Objektive, die ich eher austauschen/erwerben will.

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Hoffe Du wirst mit dem Tamron glücklich, ich mag meins sehr gerne und hatte es relativ früh gekauft, meine da gab es das Sigma noch nicht zu kaufen. Habe es nicht bereut und passt recht easy in fast alle Taschen, ob mir die 100mm am Ende fehlen? Keine Ahnung, habe keinen Vergleich und mehr Brennweite bei Getier braucht man wahrscheinlich auch mit Sigma und Sony häufiger mal.

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vor 3 Stunden schrieb Kontrast:

Lässt das Sigma einen zu?

Telekonverter funktionieren in der Sony-Welt nur mit einigen ausgesuchten Original-Sony Objektiven, alle Fremdhersteller sind da außen vor. Interessiert mich aber nicht, da ich mit einer 61 MP Kamera unterwegs bin, das ist dasselbe wie mit einer A7 III und einem 1,5er Telekonverter, nur ohne Verlust der Lichtstärke. 

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vor 15 Minuten schrieb T-Freak:

Telekonverter funktionieren in der Sony-Welt nur mit einigen ausgesuchten Original-Sony Objektiven, alle Fremdhersteller sind da außen vor. Interessiert mich aber nicht, da ich mit einer 61 MP Kamera unterwegs bin, das ist dasselbe wie mit einer A7 III und einem 1,5er Telekonverter, nur ohne Verlust der Lichtstärke. 

Ist das so? Bei weniger benutzter Sensorfläche müsste es doch ebenso mehr rauschen, oder?

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vor 1 Minute schrieb n8igall:

Bei weniger benutzter Sensorfläche müsste es doch ebenso mehr rauschen, oder?

Der APS-C Modus ist exakt das gleiche wie ein nachträglicher Crop. In der Theorie müsste jedoch eine 61 MP Kamera mehr rauschen als eine mit 24 MP. Das konnte ich bei ISO-Vergleichen zwischen meiner A7R V und meiner A7C jedoch nie verifizieren. Für mich ist das Rauschverhalten beider Kameras extrem gut und identisch. 

 

 

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Habe in der  vorletzten CT Fotografie gelesen, dass der AF im APS-C Modus noch besser sein soll als im Vollformat Modus, allgemein geäußert. Nicht auf eine Marke reduziert.

Autofocus im Griff

https://shop.heise.de/ct-fotografie-01-2024/print

bearbeitet von Ernst-Dieter aus Apelern
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vor einer Stunde schrieb T-Freak:

Der APS-C Modus ist exakt das gleiche wie ein nachträglicher Crop. In der Theorie müsste jedoch eine 61 MP Kamera mehr rauschen als eine mit 24 MP. Das konnte ich bei ISO-Vergleichen zwischen meiner A7R V und meiner A7C jedoch nie verifizieren. Für mich ist das Rauschverhalten beider Kameras extrem gut und identisch. 

 

 

Ich hätte jetzt gedacht, dass eine 61MP Kamera heruntergerechnet auf 24MP ähnlich rauscht wie eine native 24MP Kamera, wenn die Sensorfläche gleich ist. Vernachlässigbare Pixelrandeffekte und vergleichbare Sensortechnik vorausgesetzt.

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Das Tamron 150 -500 mm ist am späten Nachmittag geliefert worden. Habe seit dem über 200 Bilder gemacht, zum Testen und Kennenlernen des Objektivs. Und jetzt habe ich Muskelkater, das kann man sich nicht vorstellen! So ein schweres Ding! Man kann Bilder mit einem faszinierenden Look erstellen. Die Abbildungsleistungen sind auch sehr gut. Optik und Haptik gefallen. Mit PeakDesign Schlaufen in den Ösen der Stativschelle lässt es sich ganz komfortabel herumschleppen, ohne dass man sich um das Kamerabajonett sorgen muss. Aber beim Fotografieren aus der Hand bricht man fast ab! Mit so einem Kaliber Vögel im Flug scharf abzulichten - meinen Respekt, wer das kann! Aber ich muss mich noch ein wenig intensiver damit befassen, bevor ich mehr dazu schreibe. 

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vor 53 Minuten schrieb T-Freak:

.Aber beim Fotografieren aus der Hand bricht man fast ab! Mit so einem Kaliber Vögel im Flug scharf abzulichten - meinen Respekt, wer das kann!

Das ist nur eine Sache der Übung. Du solltest Dir eine Schützenhaltung angewöhnen. Mit einer Hand das Objektiv abstützen, den dazugehörigen Ellenbogen in den Körper ziehen. Dann klappt es auch mit den Vogelflugbildern.

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Bin da sehr bei @Drocco, trage die Kombi gern am Stativfuß haltend, am langen Arm durch den Wald. Die ersten Male dachte ich die Schulter wäre ausgekugelt, mittlerweile keine Probleme mehr. Die Schützenhaltung ist auch ein guter Tipp, in der Hocke den Oberschenkel nutzen, im Stand Elkenbogen an Rippen, etc. stabilisieren, auflegen oder angestrichen an Bäumen hilft auch, oder ein Einbeinig- oder Dreibeistativ. Das wird schon, kostenlose einseitige Mukkibude, mit links musst Du dann das einarmige reißen in der 1 Literklasse starten, als Ausgleich 😉🤣

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Nach ausgiebigem Experimentieren kann ich heute etwas mehr über das Tamron 150-500mm 5-6.7 Di III VC VXD berichten. Haptisch und verarbeitungsseitig gibt es absolut nichts zu meckern. Es handelt sich um mein erstes Tamron Objektiv und bislang empfand ich die Objektive dieses Herstellers mit Ausnahme des 35-150 mm und des 50-400 mm immer etwas billig gemacht. Das 150-500 ist in der Hinsicht wirklich tadellos. Ein Spiel am Kamerabajonett, so wie beim Sigma Sports 150 - 600 mm gibt es hier nicht.

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Gestern hatte ich mich ja noch bitter über das Gewicht beklagt, heute ging es schon viel besser. Der Mensch gewöhnt sich an alles! Zudem hatte ich seit Wochen Probleme mit meiner linken Schulter. Es scheint so, als wären die Probleme wie weggeblasen. Offenbar hat mir die gestrige "Überanstrengung" gutgetan. 

Dennoch wirkt das Tamron 150-500 sehr viel schwerer als es ausschaut. Es ist ja sehr viel kompakter als das Sony 200-600 oder das Sigma 150-600 mm. Effektiv wiegt es aber nur 200 Gramm weniger als die beiden Genannten.  

Die Schärfeleistung ist wirklich sehr gut und zwar durchgehend über alle Brennweiten und über das komplette Bild. Bei 500 mm lohnt sich Abblenden auf F8 wenn man die maximale Schärfeleistung erreichen möchte. Aber auch offenblendig kann man uneingeschränkt mit dem Objektiv arbeiten. Hier zwei Beispielbilder bei 500 mm und Offenblende:

Tendenziell sind Aufnahmen auf wenige Meter Entfernung deutlich schärfer als auf weitere Distanzen. Die beiden Beispielbilder sind bei ca. 15 bzw. 30 m aufgenommen. Bei Entfernungen von 100 - 300 m muss man auf F8 oder F11 abblenden, damit man eine optimale Schärfe erhält. Bei kilometerweit entfernten Objekten hat man ja leider ohnehin fast immer mit Dunst und atmosphärischem Flimmern zu tun. 

Hinsichtlich Lichtstärke handelt es sich hierbei eigentlich um das beste Supertele, es ist nur nicht so offensichtlich:

  • Blende 5,0 geht von 150 - 240 mm  
  • Blende 5,6 geht von 241 - 380 mm
  • Blende 6,3 geht von 381 - 480 mm
  • Blende 6,7 geht von 481 - 500 mm

Das heißt, bei den Brennweiten 150 - 380 mm ist es meist lichtstärker als die anderen Supertele-Objektive, bis 480 mm liegt es mit den anderen gleichauf und nur die letzten 20 mm ist es schlechter als beispielsweise ein Sony 200 - 600 mm. 

Hatte ich gestern noch einigen Ausschuss mit unscharfen Bildern gehabt, hat sich das heute extrem verbessert. Den Bildstabilisator nutze ich nur noch in Stellung 3, da ist das Sucherbild sehr ruhig und es scheint der effektivste Modus zu sein. Auch habe ich festgestellt, dass es besser ist, einfach flott den Auslöser durchzudrücken und nicht so lange die Luft anzuhalten, wie ich es gestern noch gemacht hatte. Dadurch geriet vermutlich der Stabi an seine Grenzen und hat nicht immer optimal funktioniert. 

AF und Stabi arbeiten schnell und lautlos, allerdings gibt das Objektiv grundsätzlich ein sehr leises Geräusch von sich, man hört es nur, wenn man mit dem Ohr direkt drangeht. Der AF arbeitet zuverlässig und schnell, wenngleich ich auch noch keine Vögel im Flug fotografiert habe. 

Es ist schon sehr faszinierend, wie man Dinge, die man mit bloßem Auge kaum erkennen kann, derartig nah heranholen kann! Mir war vorher bereits klar, dass dieses schwere Objektiv nicht oft und wenn, dann gezielt zum Einsatz kommen wird. Ich sehe das langfristig, so eine Linse wird nicht schlecht und wenn man mal ein Ultratele benötigt, dann kann man drauf zugreifen. 

Ins Grübeln komme ich beim Preis. Ich habe 999 Euro dafür bezahlt, neu und mit 5 Jahren Garantie. Schaue ich mir dagegen so manche Sony-Linse an, beispielsweise die Zoom-Objektive der G Serie (16-35 mm PZ oder 20-70 mm bzw. 24-105 mm), die kosten alle mehr oder mindestens gleich viel. Hinsichtlich Konstruktions- und Bauaufwand dürfte keines davon auch nur annähernd an dieses Superzoom herankommen und die Herstellungskosten dürften deutlich niedriger liegen. Werden die Preise wirklich kalkuliert oder eher gewürfelt? Ich schätze man nimmt das Geld, was Fotobegeisterte bereit sind auszugeben. So faszinierend wie das Tamron 150-500 mm auch ist, mehr als den von mir gezahlten Kaufpreis hätte ich nicht dafür ausgegeben. Einfach weil ich es zu selten brauchen werde. 

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