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Super-Makro-Experiment


Patrick87

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Hallo zusammen,

nach langer Zeit schaue ich hier mal wieder vorbei, da ich ein kleines Experiment durchgeführt habe, dessen Ergebnis ich euch nicht vorenthalten will:

Ich nutze an meiner A7IV mit dem LA-EA5 Adapter öfter mal alte Minolta Festbrennweiten, da ich den look mag. Eine davon ist das 100mm f2.8 Macro-Objektiv, dass von der Bildqualität wohl eine der besten Minolta-Linsen ist und, bis auf den langsamen Autofokus und den ausfahrenden Tubus beim nah Fokussieren, auch mit aktuellen Makroobjektiven gut mithalten kann. Ich habe von meinem Vater ein paar A-Mount-Sachen geerbt unter anderem einen Telekonverter, Makro-Zwischenringe und eine Makro-Aufsatzlinse. Ich habe bisher manchmal einen der Zwischenringe mit guten Ergebnissen genutzt, aber ich dachte mir "Was passiert wenn ich alles zusammenbaue"? - Hier das Ergebnis:

Zunächst aber noch was genau wurde genutzt: Wie bereits gesagt, Sony LA-EA5 Adapter und Minolta 100mm f2.8 Macro. Den Hersteller der Zwischenringe weiß ich nicht, aber es sind drei Stück: einmal 13mm, einmal 20mm einmal 36mm. Zusammen also 69mm. Sie schleifen die elektrischen Signale durch und haben auch ein Gestänge für den Autofokus. Der Telekonverter ist ein 1,5x von "Kenko". Die Aufsetzlinse ist eine "Raynox M-250".

Hier ein Bild des ganzen Aufbaus. Zum Größenvergleich liegt das Tamron 50-400mm daneben. Vom Mount bis zum Ende der Linse sind es bei voll ausgefahren Tubus ca. 28cm.image.thumb.jpeg.922404f0eba823af8f282691c39a0c56.jpeg

Da ich den Abbildungsmaßstab wissen wollte habe ich ein Lineal auf einem Blatt Papier fotografiert. Ich habe manuell auf nah fokussiert (1:1) und dann den Abstand aus der Hand zu Scharfstellen. Der Autofokus funktioniert sogar noch tut sich aber doch schwer. Selbst Manuell lässt sich der Fokusring nur sehr schwer drehen, wenn alles angebaut ist, da des Gestänge durch die ganzen Ringe ja mit gedreht werden muss.

Also erst mal nur das Objektiv:image.thumb.jpeg.ae5a98f8a982300ff69de46e5c5854a8.jpegAuf dem Bild zu sehen sind 36mm. Das ist auch die Breite des Sensors, also wie von Minolta angegeben Abbildungsmaßstab 1:1

Jetzt Objektiv + 1,5x Telekonverter:image.thumb.jpeg.59e666c23f1b8445a6212affd376bd21.jpegHier sehen wir 26mm, was einen Abbildungsmaßstab von 1,38:1 ergibt. Es handelt sich also wohl nicht um einen 1,5x Telekonverter wie der Aufdruck behauptet sondern eher um einen 1,4x Telekonverter, was ja auch deutlich üblicher wäre. Was auffällt ist das man starke Vignettierung in den Ecken sieht. Ich weiß nicht ob der Telekonverter für Vollformat gerechnet ist oder nur für APS-C.

Jetzt mit allen Zwischenringen (69mm):image.thumb.jpeg.2a21d307c1c086d90b71df69a4f2c7c6.jpegHier sind 21mm auf dem Bild. Ergibt einen Abbildungsmaßstab von 1,71:1. Die Vignettierung ist noch stärker ausgeprägt als beim Telekonverter.

Jetzt wirds interessanter. Alle Ringe plus den Telekonverter. Ich habe ihn an verschieden Positionen getestet (direkt am Objektiv, direkt an der Kamera) und es scheint keinen Unterschied zu machen wo er eingebaut ist.image.thumb.jpeg.a6c6ee1471e1a49441d1b5721fd2b212.jpegHier haben wir 15mm im Bild. Ergibt einen Abbildungsmaßstab von 2,4:1. Die Vignette ist da, aber auch nicht schlimmer wie wenn nur die Ringe benutzt werden.

Jetzt wollte ich noch die Vorsatzlinse testen. Zunächst nur das Objektiv mit Vorsatzlinse drauf:image.thumb.jpeg.f9ccb7bc3182b5d72c998a30379067c6.jpegWir sehen 16mm. Ergibt einen Abbildungsmaßstab von 2:1. Vignettierung ist kaum zu sehen.

Jetzt konnte ich es nicht mehr abwarten und habe mir weitere Zwischenschritte gespart: Also alles auf einmal 69mm Ringe + 1,5x Telekonverter + Vorstazlinse:image.thumb.jpeg.bdeae60e39682a4066967a919daaf921.jpegJetzt sind noch 8mm im Bild, was einen Abbildungsmaßstab von 4,5:1 ergibt!!! Die Vignette ist sehr stark ausgeprägt. Es ist auch schon wirklich schwer ein halbwegs scharfes Bild zu bekommen. Ich hatte keine Beleuchtung aufgebaut und nur indirektes Fensterlicht an einem bewölkten Tag. Darum war die Blende immer auf 2.8.

Mir ist natürlich klar, dass die Bildqualität durch so viele Elemente, zum Teil fragwürdiger Qualität, leidet. Aber ich muss sagen das Ergebnis ist besser als ich erwartet habe. Wie viel Licht welches Setup schluckt kann ich so nicht sagen, da die Bilder bei Fensterlicht aufgenommen wurden und das war nicht immer gleich. Ich muss in nächster Zeit mal Testen in wie weit sich das auch für richtige Fotos von etwas anderem als einem Lineal eignet. Ich fand es aber ein durchaus interessantes Experiment und bin vom Ergebnis positiv Überrascht. Ich hoffe der ein oder andere fand es auch interessant oder zumindest etwas unterhaltsam.

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