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Ferngläser für Wildlife


Lodos61
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Moinsen Murat,

in diesem Fall hättest du eine 10-fache Vergrößerung und 45mm Austrittsöffnung. Also eine ganz ordentliche Vergrößerung und für Dämmerung noch ganz guter Lichteinfall. Und ein dementsprechend großes Sehfeld.

Aber auch ein wenig mehr Gewicht! Ich hatte mir einmal ein 10x50 gekauft, um das im Watt mit mir zu führen. Habe ich auch gemacht, aber irgendwann lag es mehr zu Hause als irgendwo unterwegs zu sein. Ist immer ein Kompromiss aus Vergrößerung, Lichtstärke und Gewicht. Mehr als 12fach ohne Stabilisation macht keinen Sinn, weil du das fast nicht mehr ruhig halten kannst.

Ich habe mir vor kurzem ein Nikon Prostaff 10x42 gekauft. Super Bildqualität, ausreichend kompakt und ausreichende Vergrößerung.

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Noch etwas. Bei der Recherche hatte ich auch eine Seite gefunden, die ganz gute Infos hatte. Keine Ahnung, wie die hieß. Aber die hatten dort auch ein paar gute Tipps. zum Beispiel das Thema Fokusierung. Da gibt es Systeme, bei denen beide Okulare einzeln scharf gestellt werden müssen und welche, bei denen das zentral mit einem Rad erfolgt. Das ist für unsere Zwecke besser, weil es einfacher und schneller geht.

Gegen mein Nikon spricht, dass die Objektivschutzdeckel nicht wirklich fest hängen, da muss man wirklich aufpassen. Also ich auf den einen verbliebenen. Schön bei meinem Modell ist die Brillenträgertauglichkeit. Ich kann duch Drehung die Gummiumrandung der Okulare in drei Stellungen verschieben, dass ich entweder ganz nah am Okular (mit Brille) oder weiter weg (ohne Brille) bin. Und eben in der Mitte der Kompromiss aus beiden.

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Ich benutze zur Vogelbeobachtung ein Leica Ultravid 8x42 HD. Bei Vergrößerungen über 8 verwackelt man zu stark. Vergleichbar  gute Gläser gibt es von Zeiss und Swarovski. Vor meinem Leica hat ich ein günstigeres Fernglas einer No-Name-Firma ( ca. ein sechstel des Preises). Das hat Migräne ausgelöst.

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@Lodos61 Um Ferngläser gibt es genauso "Kulte" wie um Kameras auch, gerade wenn man sich für Optik interessiert kann man sich da sehr schnell verlieren, die Diskussionen nehmen teilweise "epische" Ausmaße an. Natürlich sind die optischen Leistungen, also die Abbildungsleistungen, aber auch das Sehfeld an sich wichtig. Praktische Aspekte, wie etwa die Ergonomie, gehen dabei häufig etwas unter, sollten meiner Meinung nach aber durchaus eine Rolle spielen. Denn gerade Gehäuseform (in unserem Fall eine offene Brücke) und Gewicht machen sich im Einsatz stark bemerkbar. Auf jeden Fall meiden würde ich die Billiggläser, es muss aber auch nicht unbedingt ein teures Leica sein. In der Mittelklasse gibt es sehr gute Geräte von verschiedenen Herstellern. Bei uns ist es nach dem Ausprobieren ein Hawke Frontier ED 10x43 OH geworden, Vergrößerung und Öffnung waren für uns ideal, und die Qualität ist gut, und die Handhabung ein Traum. Am Ende musst du es aber selbst ausprobieren, insbesondere auch, wie gut und ruhig du es halten kannst. Im Zweifel ist dann doch etwas weniger Vergrößerung sinnvoll, oder vielleicht doch nicht das optisch beste, usw.

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vor 2 Stunden schrieb Helios:

@Lodos61 Am Ende musst du es aber selbst ausprobieren, insbesondere auch, wie gut und ruhig du es halten kannst. Im Zweifel ist dann doch etwas weniger Vergrößerung sinnvoll, oder vielleicht doch nicht das optisch beste, usw.

Ich habe mich für ein Swarovski NL Pure 12x42 mit Stirnstütze entschieden, das kann ich sehr ruhig halten, solange der Puls in einem 'normalen' Bereich liegt. Aber mit "ausser Atem und Puls 160" wird es bei allen Gläsern schwierig. Meine Frau hat ein 10x32 und schätzt das geringere Gewicht. Ab und zu entdeckt sie die kleinen Vögelchen noch vor mir. Es eignen sich also beide recht gut für die Vogelbeobachtung.

Vom Preis her keine Schnäppchen, aber im Gegensatz zu Kameras kauft man sich so ein Teil einmal im Leben. Das Swarowski Habicht meines Vaters ist auch nach über 50 Jahren ein tolles Fernglas ...

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Swarovski ist aktuell sicher mit das beste. Falls man aber sein Geld lieber in Fotoequipement stecken will und ein gutes Fernglas braucht dann ist das Minox BV 10x44 eine Überlegung wert ich verwende das Glass seit Jahren und bin sehr zufrieden. Als Naturfotograf brauche ich ein Glass das ich nicht auf Grund des Preises wie ein rohes Ei behandeln muss :-). Ich muss mein Motiv finden und dann steht bei mir das Bild im Vordergrund.

 
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Eine sehr gute Webseite zu Ferngläsern ist diese hier: https://www.allbinos.com/index.html?lornetka=all&producent=16&lornetka=1486&powiekszenie=0&srednica=0&pryzmat=0&sort=

Die Lichtstärke des Glases bzw. dessen Dämmerungstauglichkeit hat überhaupt keine Auswirkung, und mit überhaupt keine meine ich wirklich Null Auswirkung, auf die Bildqualität bei normalem Tageslicht. Solange nämlich der Durchmesser deiner eigenen Pupille kleiner ist als die des Fernglases, ist das Auge der limitierende Faktor und die Lichtstärke des Glases bleibt ungenutzt. Das lichtstarke Glas ist deshalb auch keineswegs beim Durchschauen heller als das Lichstschwächere. Dessen sollte man sich bewußt sein bevor man sich etwa einen schweren 10x50 Trümmer um den Hals hängt. Zweitens sollte man wissen, daß sich die Pupille bei zunehmendem Alter bei Dämmerung weniger weit öffnet als bei jungen Menschen. Sie reduziert sich dann auf 4-5mm. Da heißt jemand dessen Pupille sich nur noch auf 4mm öffnet braucht sich auch kein Fernglas mit mehr als 10x40 anschaffen (40:10= Pupillendurchmesser).
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Gesichtsfeld, das in x Meter auf 1000m angegeben wird. Das sollte möglichst groß sein, damit man nicht einen Schlüsselloch-Blick hat. Hier sind die sehr kompakten Taschenferngläser 8x20 oder 10x25 deutlich im Nachteil, auch wenn ansonsten bei hellem Tageslicht das Bild genauso hell, scharf und kontrastreich erscheint.
Chromatische Aberationen bei Strukturen vor hellem Himmel sind ebenfalls ein wichtiges Qualitätkriterium. Wie stark sie stören hängt aber auch etwas vom individuellen Sehempfinden ab.

Meiner Meinung nach bieten die Ferngläser der Zeiss Conquest HD Serie ein ausgezeichnetes Preisleistungsverhältnis. Ich hatte mal ein Zeiss Conquest HD 10x32 online geordert, was mir optisch sehr gut gefallen hat. Leider hatte mein Exemplar ein winziges Spiel im Scharfstellmechanismus, was mich wahnsinnig genervt hat. Möglicherweise war das aber nur ein Einzelproblem, denn das Fernglas war als Vorführmodell vergünstigt angeboten worden. Ich habe das Exemplar daher zurück geschickt. Der Zufall wollte es daß ich just zu dieser Zeit auf Ebay auf ein gebrauchtes Zeiss Victory VT 10x42 für 800€ gestoßen bin und gleich zugeschlagen habe. Das ist völlig frei von jeglichen CA's und auch nicht so viel schwerer weil es ein Gehäuse aus carbonfaserverstärktem Kunststoff hat :-) Hätte ich nicht das Victory gefunden, dann wäre es wohl ein anderes Exemplar vom Conquest geworden.

In jedem Fall würde ich beim Fernglas nicht sparen, weil das wirklich eine Anschaffung für's Leben ist - ganz im Gegensatz einer digitalen Kamera (und leider auch deren Objektiven).

Edited by Alux
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vor 4 Minuten schrieb Alux:

Solange nämlich der Durchmesser deiner eigenen Pupille kleiner ist als die des Fernglases, ist das Auge der limitierende Faktor und die Lichtstärke des Glases bleibt ungenutzt

..und ich Naivling dachte immer die Lichtstärke eines Fernglases sei durch die Eintrittsöffnung definiert, weil die Austrittsöffnung ja durch die Augengeösse mehr oder weniger definiert ist.

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Achso noch zum Thema Vergrößerung: Ich habe mich für 10x entschieden, da man damit bei Vögeln einfach mehr Details erkennt. Ja. je größer die Verwacklung, desto stärker verwackelt man, aber das kann man kompensieren indem man sich bzw. das Glas irgendwo anlehnt bzw. aufstützt. 

Letztlich sollte man das aber selber ausprobieren.

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vor einer Stunde schrieb Alux:

Stimmt schon, aber es ist auch ein Genuß durch ein erstklassiges Fernglas zu schauen!

Absolut! Die Anschaffungskosten relativieren sich zudem im Lauf der Gebrauchszeit.

Meine Kumpels haben mich zu Studienzeiten anfangs öfters belächelt, weil ich mir als Werkstudent und Angehöriger einer Familie, die ihren Lebensunterhalt durch echte Arbeit finanzierte,  ein Leica Trinovid 8x20 BCA geleistet habe. Es dauerte nicht lange bis jeder, der dabei war, auch einmal durch die beiden Röhren gucken wollte, denn das war ein deutlich erkennbar besseres Bild nebst akzeptablem Gesichtsfeld gegen die damals sonst so mitgeführten Gläser.

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vor 3 Stunden schrieb wasabi65:

..und ich Naivling dachte immer die Lichtstärke eines Fernglases sei durch die Eintrittsöffnung definiert, weil die Austrittsöffnung ja durch die Augengeösse mehr oder weniger definiert ist.

Die Lichtstärke des Fernglases verändert sich nicht, aber ob diese etwas bringt natürlich schon, abhängig von unseren Augen. 

vor 49 Minuten schrieb Gaenzlich:

Absolut! Die Anschaffungskosten relativieren sich zudem im Lauf der Gebrauchszeit.

Im Elektronikzeitalter vergisst man leicht, dass Mechanik und Optik ihren Wert sehr lange behalten können. Umgekehrt lohnt es sich aber auch bei Ferngläsern, genau hinzuschauen, wenn es um den Preis geht. Und gerade in der Praxis gibt es mehr als nur Bildqualität. 

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